(Obiges Zitat wurde auf Facebook herumgeteilt, aufdaß man es weiter teile. Ich verteile es denn auch weiter; selbst auf die Gefahr hin, daß mein Kommentar nicht ganz im Sinne des Zitierers sein könnte)
... um mir gelegentlich, von Fall zu Fall, meinen Ärger oder mein Erstaunen ob meinen Ärger oder mein Erstaunen hervorrufender Zeiterscheinungen vom Leibe zu schreiben...
Sonntag, Februar 21, 2016
Vom unhinterfragten Kaputtmachenden
Donnerstag, Januar 21, 2016
Europa vor Ausbruch des Großen Chaos
Verstreute Notizen zum Thema
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Deutsche Bürokratie
Vielbesprochen und vielgeleugnet
Was damit bezweckt wird - weiß ich nicht.
Und isses Wahnsinn, hat es doch Methode.
Selbst les ich nur noch die russische Presse; und die deutsche schau ich mir nur noch stichprobenweise an, um irgendwie sehen zu können, was man mit den Leuten vorhat.
Donnerstag, Oktober 15, 2015
Schein und Sein im Weltbild des Europäers
(eine gelahrte Abhandlung)
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Autor:
Raymond Zoller
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Gott schuf den Menschen, und der Mensch schuf, kaum daß er sich auf Erden eingelebt, den Schein.
Und der deutsche Sprachgeist, in seiner unbekümmerten Offenheit, war so nett, eben das Wort ‚Schein‘ zu schaffen: als Zusammenfassung zweier auf dem ersten Blick unterschiedlicher, für den europäischen Geist aber untrennbar zusammengehöriger Begrifflichkeiten; und zwarnämlich zum einen ein amtlich beglaubigtes Dokument, und zum andern halluzinativer Seinsersatz.
Für den in den europäischen Geist eingetauchten Europäer ist nicht das Sein das Primäre, sondern der Schein, und der einzelne Mensch gilt nur insofern als seiend vorhanden, als eine amtlich beglaubigte Urkunde existiert, welche sein seiendes Vorhandensein bestätigt; und, falls vorhanden, ist er genau so und hat genau so zu sein, wie in der Urkunde, das heißt im Scheine, beschrieben.
Wir haben hier das sogenannte Europäer-Syndrom. Wobei die Scheingläubigkeit des Europäers sich keineswegs auf die amtlich beglaubigten Urkunden beschränkt: Die ganze Welt, das ganze Weltgeschehen ist für ihn, den echten Europäer, genau so und hat genau so zu sein, wie in den offiziell anerkannten Zeitungen und Zeitschriften beschrieben.
Aus welchem Grunde der echte Europäer auch so leicht an der Nase herumzuführen ist.
Wer aber, dem europäischen Halluzinieren sich entwindend, zu sehr in die Realität abschweift, der macht sich verdächtig; wird für seine scheingläubigen Miteuropäer zum Verschwörungstheoretiker, Putinversteher, Homophoben oder zu sonst welcher zwielichtigen Gestalt.
Europa den Halluzinierenden!
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So isses
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Mittwoch, September 23, 2015
Vom Wandern und vom Zuhausebleiben
Aus der amerikanischen Pionierzeit
Motto einer Facebook-Gruppe mit dem Titel
”Aufstand der Menschlichkeit”
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Autor:
Raymond Zoller
Es geht da um das in Europa gefährliche Ausmaße annehmende Flüchtlingsproblem.
Dieses Problem ist so komplex und so vielschichtig, daß zur Vereinfachung neigende brave Bürgersleut‘, die entweder, von Mitleid besessen oder sich einfach bloß in der Pose des barmherzigen Samariters gefallend, restlos alle Flüchtlinge aufnehmen wollen; oder aber in grimmem ‚National’bewusstsein restlos alle zum Teufel schicken wollen – ja nu, daß diese braven Bürgersleut‘ der Sache halt nicht gerecht werden können.
Denn das sind nu mal sehr viele Leute, mit sehr vielen unterschiedlichen Schicksalen, Hintergründen, Motiven; und selbst wenn manche in „Gruppenschicksalen“ zusammengefaßt sind, so isses immer noch extrem bunt und vielgestaltig.
„Wer mit den Flüchtlingen kein Mitleid hat, der hat kein Herz; wer beim Mitleid stehenbleibt – keinen Verstand“ – so oder so ähnlich hat Putin sich vor kurzem, scheint‘s, zur Flüchtlingsproblematik geäußert. Wann und wo er es gesagt hat, weiß ich nicht; aber es wäre ihm zuzutrauen, und ich sehe det auch so.
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Irgendein Grund, warum man sich, weitausgreifend oder einfach so, fortbewegt, besteht eigentlich immer. Den einen „treibt die Gärung in die Ferne“, einem andern ist die nominelle Heimat unerträgliche Fremde; wieder andere suchen das Abenteuer oder ein besseres Leben; und ist die Gärung, die innere Not, die äußere Not, die Abenteuerlust oder was auch immer stärker als die zu erwartenden Hindernisse – so wandert man halt.
Die Leute, die diesen Unsinn schrieben, meinen, dem Kontext nach zu urteilen, äußerliche Brachialgewalt. Für Menschen die, zum Beispiel, nie den Kopf über ihr vertrautes anerzogenes Schlammloch hinausheben konnten, höchstens ab und zu irgendwohin in Urlaub oder auf Dienstreise fahren und alles nach ihrem behaglichen Schlammloch beurteilen – ist es völlig normal, daß die verschiedenen Triebfedern und Motive des Sichfortbewegens für sie ein Buch sind mit sieben Siegeln. Für jemanden, der die Welt und den Menschen nicht kennt und sein ganzes Wissen den Massenmedien oder dem Parteiprogramm entnimmt – für den ist natürlich alles ganz einfach,
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Angemerkt sei aber noch, daß damit nix gegen die notorisch Seßhaften gesagt ist. Genau wie bei den Migranten gibt es hier die verschiedenartigsten Schicksale; und um den Kopf über sein anerzogenes Schlammloch hinausheben zu können, muß man nicht unbedingt physisch die weite Welt durchstreifen. Ich kenn genügend Leute, die, ohne sich je übermäßig fortbewegt zu haben, über einen weiten Horizont verfügen, unterscheiden können zwischen dem, was sie verstehen und nicht verstehen, und einen Blick haben für vertrauenswürdige Informationsquellen.
Die Menschen, die seßhaften wie die nichtseßhaften, sind nun mal verschieden.
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So isses





