Donnerstag, August 30, 2018

Von Menschen und Katzen

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Ich lebte mal in einer Wohnung mit einer Katze, die auf Lichtflecken ansprach. Mit Hilfe einer Taschenlampe konnte man die endlos im Kreise sich drehen lassen, sie die Wände hochjagen oder im Zickzackkurs den Gang entlang. Und ich ließ sie sich im Kreise drehen, jagte sie im Gang hin und her und die Wände hoch; und immer, wenn sie mich sah, schaute sie mich erwartungsvoll an: sie wollte Lichtflecken.

Das ist unschuldig und lustig.

Wenn aber der potentiell vernunftbegabte Bürger, die Realität vergessend, permanent irgendwelchen Lichtflecken hinterherjagt und erwartungsvoll seine Politikaster, seine Journaille und seine Promis anstarrt: wann sie wieder neue Lichtflecken bringen – so ist das widerlich und unästhetisch.

Denn der Mensch ist potentiell ein denkendes Wesen.

Wer aber lieber Lichtflecken nachjagt – ja nu, dem iss halt nicht zu helfen.

So isses.

Sonntag, August 26, 2018

Von Menschen und Götzen

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Pablo Picasso bei der Feier seines 90. Geburtstags anno 1971:

"… Viele werden Künstler aus Gründen, die wenig mit Kunst zu tun haben. Die Reichen brauchen dauernd irgendwas Neues, Originelles, Skandalöses. Und ich, beginnend mit Kubismus, amüsierte diese Herrschaften mit Verrücktheiten; und je weniger sie verstanden, desto mehr gab es für mich Ruhm und Geld. Jetzt bin ich berühmt und sehr reich; doch wenn ich mit mir alleine bin fehlt mir die Verwegenheit, mich als Künstler im großen Sinne dieses Wortes zu betrachten. Ich bin einfach bloß ein Publikumsunterhalter, der den Zeitgeist verstanden hat. Das ist bitter und schmerzlich; aber es ist die Wahrheit…"
Ich habe noch andere Aussprüche von ihm gelesen, die darauf hindeuten, daß er genau wusste, was er tat. Aber warum sollte er es nicht tun; hat ja niemandem direkt damit geschadet. Seinen Beitrag zur Verblödung betrachte ich als minimal: er schwamm einfach bewusst auf der bereits ohne ihn vorhandenen Verblödungswelle mit und nutzte sie aus, geschickt und nicht ohne Humor. Irgendwie noch sympathisch.

 Anwidern tun mich dafür die stolz herumstolzierenden Nullen und Nichtigkeiten, all die nackten Kaiser aus Politik und "Kultur", die keine Ahnung haben, was sie sind, was sie können, was sie sollen, und die – da die Öffentlichkeit sie nun mal zu "bedeutenden Persönlichkeiten" ernannt hat – sich unbesehen für was "Besseres" halten (bezüglich "nackte Kaiser" siehe die Abhandlung von Hans Christian Andersen "Des Kaisers neue Kleider", darin der Mechanismus der Promigenese allgemeinverständlich dargestellt ist)

 Wer wirklich was zu sagen hat, der hält sowieso Sicherheitsabstand zu der gedankenlos schwafelnden Öffentlichkeit und deren künstlich geschaffenen Götzen.

Es sei denn, er will sich das gedankenlose Geschwafel bewusst zunutze machen. Kann man ja; warum nicht… Hauptsache man verheddert sich nicht im Gemache seiner "Bewunderer" und wahrt die klare Unterscheidung zwischen sich und dem seinen Namen tragenden publikumsgeschaffenen Götzenbild.

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Mittwoch, Juli 11, 2018

Eine prophetische Denkerin

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Auf Facebook entdeckte ich obige Textgraphik
mit dem Ausspruch einer mir nicht bekannten Dame.
 Man kann da so einiges dazu zu sagen;
unter anderem, zum Beispiel, auch Folgendes:

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Der Ausspruch enthält eine gewisse prophetische Komponente.

Natürlich kann man die Zugereisten nicht alle über einen Kamm scheren; es gibt da die unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Real Notleidende gibt es; es gibt Leute, die daran interessiert sind, sich mit den Einheimischen in vernünftiger Weise zusammenzuschließen; und vieles andere mehr in den unterschiedlichsten Nuancen.

Und es gibt, wie überall, Gesindel.

Durch den massenhaften Zufluss von Zugereisten entsteht zwangsläufig Ghettobildung; und in solchem Ghettomilieu, wo man eigentlich nichts Rechtes zu tun hat, wirkt das ungenierte Verhalten des Gesindels ansteckend auf Leute, die sich unter günstigeren sozialen Bedingungen möglicherweise ganz anders entwickeln würden.

Und die Nachsicht, die man in der Atmosphäre einer gedankenlosen exaltierten "Willkommenskultur" dem Tun des zugereisten Gesindels gewährt, ermutigt das einheimische Gesindel zu ähnlich ungeniertem Verhalten.

Und so wird es denn unweigerlich dazu kommen, daß immer mehr junge Männer, Einheimische wie Zugereiste, zu Vergewaltigungen neigen und sich auch weiter nicht anstrengen, selbige Neigung zu unterdrücken.

So isses.