Donnerstag, Januar 21, 2016

Europa vor Ausbruch des Großen Chaos

Geknipset irgendwo in Deutschland
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Verstreute Notizen zum Thema

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Deutsche Bürokratie

Eine ukrainische Familie, die vor den lebensbedrohenden Wirren im Donbass nach Deutschland geflüchtet ist und inzwischen weitgehend integriert scheint, soll im Namen des Gesetzes abgeschoben werden. Näheres – per Video – über dieses Link.
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Gesetz ist Gesetz. Und das Gesetz der Willkür schreibt vor, dass diejenigen, welche die Befugnis haben zu exekutiver Willkür, die geschriebenen Gesetze willkürlich je nachdem buchstabengetreu zu berücksichtigen, locker zu berücksichtigen, in verzerrter Form zu berücksichtigen oder überhaupt nicht zu berücksichtigen haben.

Meinem Eindruck nach wird ein Teil des Geschehens aufgrund einsehbarer Gesetze roboterhaft abgehandelt; ein anderer Teil bleibt von der einsehbaren roboterhaftigkeit ausgeklammert und wird durch Roboter mit der Öffentlichkeit nicht einsehbarer Programmierung betreut; und ein weiterer Teil wird durch momentane Launen und Vorteile entsprechend befugter Einzelner bestimmt. Und ein geringer Teilbereich wird, robotertechnisch gesprochen, durch Zufallsgeneratoren gesteuert.

Ein komplexer Zusammenhang also, in dem für Vernunft und Freiheit natürlich kein Platz mehr ist.
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Vielbesprochen und vielgeleugnet

(Zur Vergewaltigung oder Nichtvergewaltigung der Tochter in Berlin lebender russischer Einwanderer. Laut Polizei und sonstigen wahrheitsbefugten Stellen wurde sie nicht vergewaltigt; andere sagen, daß doch. Was stimmt – keine Ahnung. Paßt gut in den Kontext der zur Zeit in Deutschland um sich greifenden Rußlandhetze)
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Aus sicherer Entfernung betrachtet entsteht der Eindruck, als würde derzeit teils durch bewußte Akteure und Befehlsempfänger, teils durch bewußtlose Marionetten im großen Stil: reales Geschehen verharmlost oder geleugnet, bzw. in übertriebener Verzerrung unters Volk gebracht, wieauch nichtgeschehenes Geschehen erfunden und mit großem Tamtam der Öffentlichkeit übergeben. 

Was damit bezweckt wird - weiß ich nicht. 

Sollte man zufällig wachsendes Chaos und wachsende Spannungen unter eh schon verfeindeten Gruppierungen bezwecken, so würde solcher Zweck unübersehbar erreicht.

Und isses Wahnsinn, hat es doch Methode.
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Daß die EU-Medien zentral gesteuert sind und lügen ist schon lange klar; aber daß so unverschämt offen manipuliert wird (unverschämt offen für alle, die nicht völlig blind sind) ist neu; hätte nie gedacht, daß sowas möglich ist. 

Wenn man sich die westliche Presse und die deutschsprachigen sozialen Medien anschaut - weiß man gar nicht mehr, was man glauben kann; müßte bei jeder einzelnen Nachricht, jeder einzelnen Äußerung erst mühsam nachsuchen, was stimmt, was stimmen könnte, was verzerrt dargestellt, was erlogen ist, was warum verzerrt oder erlogen wurde.

Selbst les ich nur noch die russische Presse; und die deutsche schau ich mir nur noch stichprobenweise an, um irgendwie sehen zu können, was man mit den Leuten vorhat.
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Und noch vieles andere mehr könnte man schreiben.

Doch wozu?
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So isses


 
 

Donnerstag, Oktober 15, 2015

Schein und Sein im Weltbild des Europäers

(eine gelahrte Abhandlung)

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Autor:
Raymond Zoller

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Gott schuf den Menschen, und der Mensch schuf, kaum daß er sich auf Erden eingelebt, den Schein.

Und der deutsche Sprachgeist, in seiner unbekümmerten Offenheit, war so nett, eben das Wort ‚Schein‘ zu schaffen: als Zusammenfassung zweier auf dem ersten Blick unterschiedlicher, für den europäischen Geist aber untrennbar zusammengehöriger Begrifflichkeiten; und zwarnämlich zum einen ein amtlich beglaubigtes Dokument, und zum andern halluzinativer Seinsersatz.

Für den in den europäischen Geist eingetauchten Europäer ist nicht das Sein das Primäre, sondern der Schein, und der einzelne Mensch gilt nur insofern als seiend vorhanden, als eine amtlich beglaubigte Urkunde existiert, welche sein seiendes Vorhandensein bestätigt; und, falls vorhanden, ist er genau so und hat genau so zu sein, wie in der Urkunde, das heißt im Scheine, beschrieben.

Wir haben hier das sogenannte Europäer-Syndrom. Wobei die Scheingläubigkeit des Europäers sich keineswegs auf die amtlich beglaubigten Urkunden beschränkt: Die ganze Welt, das ganze Weltgeschehen ist für ihn, den echten Europäer, genau so und hat genau so zu sein, wie in den offiziell anerkannten Zeitungen und Zeitschriften beschrieben.

Aus welchem Grunde der echte Europäer auch so leicht an der Nase herumzuführen ist.

Wer aber, dem europäischen Halluzinieren sich entwindend, zu sehr in die Realität abschweift, der macht sich verdächtig; wird für seine scheingläubigen Miteuropäer zum Verschwörungstheoretiker, Putinversteher, Homophoben oder zu sonst welcher zwielichtigen Gestalt.

Europa den Halluzinierenden!

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So isses

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Mittwoch, September 23, 2015

Vom Wandern und vom Zuhausebleiben

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Aus der amerikanischen Pionierzeit

freiwillig

Motto einer Facebook-Gruppe mit dem Titel
”Aufstand der Menschlichkeit”

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Raymond

Autor:
Raymond Zoller

Doppelnas

Es geht da um das in Europa gefährliche Ausmaße annehmende Flüchtlingsproblem.

Dieses Problem ist so komplex und so vielschichtig, daß zur Vereinfachung neigende brave Bürgersleut‘, die entweder, von Mitleid besessen oder sich einfach bloß in der Pose des barmherzigen Samariters gefallend, restlos alle Flüchtlinge aufnehmen wollen; oder aber in grimmem ‚National’bewusstsein restlos alle zum Teufel schicken wollen – ja nu, daß diese braven Bürgersleut‘ der Sache halt nicht gerecht werden können.

Denn das sind nu mal sehr viele Leute, mit sehr vielen unterschiedlichen Schicksalen, Hintergründen, Motiven; und selbst wenn manche in „Gruppenschicksalen“ zusammengefaßt sind, so isses immer noch extrem bunt und vielgestaltig.

„Wer mit den Flüchtlingen kein Mitleid hat, der hat kein Herz; wer beim Mitleid stehenbleibt – keinen Verstand“ – so oder so ähnlich hat Putin sich vor kurzem, scheint‘s, zur Flüchtlingsproblematik geäußert. Wann und wo er es gesagt hat, weiß ich nicht; aber es wäre ihm zuzutrauen, und ich sehe det auch so.

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Irgendein Grund, warum man sich, weitausgreifend oder einfach so, fortbewegt, besteht eigentlich immer. Den einen „treibt die Gärung in die Ferne“, einem andern ist die nominelle Heimat unerträgliche Fremde; wieder andere suchen das Abenteuer oder ein besseres Leben; und ist die Gärung, die innere Not, die äußere Not, die Abenteuerlust oder was auch immer stärker als die zu erwartenden Hindernisse – so wandert man halt.

Die Leute, die diesen Unsinn schrieben, meinen, dem Kontext nach zu urteilen, äußerliche Brachialgewalt. Für Menschen die, zum Beispiel, nie den Kopf über ihr vertrautes anerzogenes Schlammloch hinausheben konnten, höchstens ab und zu irgendwohin in Urlaub oder auf Dienstreise fahren und alles nach ihrem behaglichen Schlammloch beurteilen – ist es völlig normal, daß die verschiedenen Triebfedern und Motive des Sichfortbewegens für sie ein Buch sind mit sieben Siegeln. Für jemanden, der die Welt und den Menschen nicht kennt und sein ganzes Wissen den Massenmedien oder dem Parteiprogramm entnimmt – für den ist natürlich alles ganz einfach,

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Angemerkt sei aber noch, daß damit nix gegen die notorisch Seßhaften gesagt ist. Genau wie bei den Migranten gibt es hier die verschiedenartigsten Schicksale; und um den Kopf über sein anerzogenes Schlammloch hinausheben zu können, muß man nicht unbedingt physisch die weite Welt durchstreifen. Ich kenn genügend Leute, die, ohne sich je übermäßig fortbewegt zu haben, über einen weiten Horizont verfügen, unterscheiden können zwischen dem, was sie verstehen und nicht verstehen, und einen Blick haben für vertrauenswürdige Informationsquellen.

Die Menschen, die seßhaften wie die nichtseßhaften, sind nun mal verschieden.

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So isses

Doppelnas

Montag, September 14, 2015

Von einer Petition, die ich nicht unterschreiben kann

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Doppelnas

Raymond

Raymond Zoller

Es geht um eine an irgendwelche Politiker gerichtete Petition „Aus Sorge um Europa – Was ist zu tun?“, mit der man einen Beitrag leisten will zur Verhinderung eines europäischen Krieges.

Den vollständigen Text der Petition mitsamt der Möglichkeit, sie bei Bedarf zu unterzeichnen, findet man unter https://weact.campact.de/petitions/aus-sorge-um-europa-was-ist-zu-tun

Zweimal wurde ich direkt angeschrieben mit der Bitte, besagte Petition zu unterzeichnen. Bloß bereitete deren Text mir ernsthafte Probleme; und obwohl ein solcher Krieg, wie überhaupt jeglicher Krieg, mir unbedingt verhinderungswürdig scheint, könnte ich das so nicht unterschreiben

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Der bewaffnete Konflikt in der Ukraine schwelt weiter. Die Gefahr eines Krieges in Europa ist nicht gebannt. Eine Eskalation der Kriegshandlungen in der Ukraine – aus welchen Gründen und von welcher Seite auch immer – kann von heute auf morgen erneut stattfinden…“ – […] – „Wir halten den Krieg als Lösung von Konflikten jedweder Art in Europa für ungeeignet, antiquiert und nicht zielführend. Wir kennen heute als Menschheit Mittel und Wege wie Konfliktschlichtungen, zwischenstaatliche und interkulturelle Mediationen, die besser und mit wesentlich höherer Wahrscheinlichkeit auf Erfolg dazu geeignet sind, eskalierende Auseinandersetzungen zwischen Menschen, Volksgruppen und Völkern zu bewältigen… […]“

Und so weiter.

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Kling alles sehr vernünftig und ist sicher gut gemeint. Aber trotzdem…

Vor kurzem entdeckte ich den Aufruf zum Unterzeichnen ebendieser Petition auch auf Facebook. Diesmal faßte ich in einem Kommentar meine Bedenken knapp zusammen:

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Mit dem Text dieser Petition hab ich etwas Probleme.

Nämlich geht es in diesem Fall de facto gar nicht um „Krieg als Lösung von Konflikten“. Die Konflikte wurden künstlich eben von der Seite aus entfacht, die nun Krieg gegen Rußland führen möchte, werden von ebendieser Seite aus künstlich am Brodeln gehalten und zum Eskalieren gebracht.

Wenn es darum ginge, Konflikte zu lösen, würde es reichen, die westlichen Marionetten aus den Krisengebieten herauszuziehen und sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern.

Ziel der Kriegstreiberei kann alles Mögliche sein; ganz sicher aber nicht die Lösung von Konflikten.

Obwohl Bürger eines EU-Staates (für welchselbige Staatsbürgerschaft ich mich fast schon schäme) würde ich aufgrund dieser unstimmigen Formulierungen die Sache nicht unterzeichnen

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Hierauf gab es eine Antwort von

Reto Andrea

Reto Andrea Savoldelli:

Genau damit hatte ich auch meine Probleme. Aber Rohlfs ist nun mal Konfliktmanager. Die Petition ist an drei deutsche Politiker gerichtet. Sie huldigen gewiss dem Weltbild, wonach es der Forderung des Tages entspricht, Konflikte human zu lösen. Diese Verbalie sind sie ihren Wählern schuldig. Man vermutet, dass diejenigen, welche Kriege in den letzten Jahren schon nicht haben verhindern, sie vielleicht beenden können. Eine zwar vage Hoffnung, die sich durch eine grosse Anzahl von Unterzeichnern erfüllen soll. Diejenigen, die erkennen, daß in der Nacht agiert wird, Konflikte unter Menschen zu schüren, die zu dumm sind, den äußeren Frieden als Voraussetzung zur Herstellung des inneren zu erhalten, stellen noch andere Forderungen. Da hast Du völlig recht!

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Was den Anlaß gab, meine Sichtweise weiter zu präzisieren:

Raymond

Raymond Zoller

Welches Weltbild die einzelnen Politiker real haben, weiß ich nicht; vielleicht tun sie nur so, als seien sie an Konfliktlösungen interessiert. Vielleicht sind manche unter ihnen tatsächlich dumm genug, um nicht zu merken, was gespielt wird; kann sein, ist möglich; doch das sind dann reine Strohpuppen, die sowieso nix ausrichten könnten und nur der Staffage dienen.

Ich zieh es vor, das Kind beim Namen zu nennen. Wenn ich durch Unterzeichnen der Petition das Konfliktlösungs-Argument unterstützen würde, müßte ich mich als Lügner empfinden. Bin da etwas überempfindlich.

Und sowieso bin ich der Ansicht, daß man beim Bemühen um Problemlösung als allererstes bemüht sein muß, die Problemlage so klar als möglich ins Auge zu fassen und daß jede noch so gutgemeinte demagogische Verzerrung die Sache nur noch weiter verkompliziert.

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Reto Andrea Savoldelli antwortete:

Reto Andrea

Reto Andrea Savoldelli:

Dass die Petition eine gutgemeinte demagogische Verzerrung sei, ist nun doch arg dick aufgetragen. Ist sie nicht viel mehr Ausdruck der allgemein um sich greifenden Hilfosigkeit? Also setze ich weiterhin auf das „Gutgemeinte“. Die Petition wird einige Versammlungen und Kongresse beleben und damit beitragen, das Gutgemeinte zu präzisieren oder zu korrigieren. Ich habe die Petition unterzeichnet und will meine Unterschrift jetzt nicht streichen lassen. Ohnehin ist sie als von einem in Frankreich lebenden Italo-Schweizer stammend weitgehend bedeutungslos. - Es gibt ja nicht nur Cantorsche Unendlichkeitsstufen, sondern auch Abstufungen des Gutgemeinten bis hinauf zum wirklich Guten, je nachdem, welche Intuitionen ihm zugrunde liegen oder fehlen.

PS: Als ich vom „Agieren in der Nacht“ sprach, musste ich an Kennedys berühmte Rede denken, die eine Widerstandserklärung gegenüber seinen Mördern enthielt. In ihr warnte er vor einer einflussreichen, global agierenden Gruppe, welche ihren „Einfluss durch Umsturz und nicht durch Wahlen erweitern, die anstelle der Armeen bei Tage die Guerillas bei Nacht einsetzen.“ - Auf solche Menschen wie etwa Patricia Nuland, wenn man sie denn so nennen will, die den Krieg in der Ukraine vorsätzlich herbeigeführt haben, haben die Herren Steinmeier, Erler und Gysi (an sie ist die Petition gerichtet) keinen Einfluss. Die werden ihr „Fuck the EU“ kaum revidieren. Je länger ich darüber nachdenke, je mehr mache auch ich mir Sorge um Europa, weil ich ein Europa, das in Gefahr stehen würde, gar nicht sehe. Um welches Europa ist die Petition denn in Sorge? Das Brüsseler Europa? Das EZB-Schäuble-Europa? Das US- Kriegsadjutant-Europa? Oder das Europa deutscher Idealisten?

Doppelnas