Samstag, April 27, 2013

Absurdologische Etikettenanalyse

 

VORUM

Nicht darum geht es, mit welchen abgegriffenen Etiketten man sein Tun oder Scheintun beklebt, sondern darum, was man tatsächlich tut.

Die üblichen abgegriffenen Etiketten vernebeln – nicht nur für die Umgebung, sondern meist auch für einen selbst – das reale dynamische Sein.

Ich selbst, zum Beispiel, bin von Beruf Absurdologe. Dieses Etikett ist noch nicht im Gebrauch, fast niemand kann etwas damit anfangen oder glaubt, etwas damit anfangen zu können; und deshalb darf ich es getrost benutzen.

So isses.

Anmerkung

Das Etikettenfoto hatte ich in meiner Absurditätensammlung und fügte es aus einer Laune heraus als Titelbild hinzu.

Borjom bzw. Borjomi ist ein wohlschmeckendes georgisches Mineralwasser, benannt nach einem gleichnamigen Kurort.

Die georgische Aufschrift kam, wie ich vermute, wie folgt zustande:

Jemand hatte das original georgische Etikett mit der Aufschrift vor sich sowie einen georgischen Zeichensatz. Aus dem Zeichensatz wählte er nach Augenmaß Zeichen aus, die irgendwie zu passen schienen: ვორუმ. Drei Zeichen hat er richtig getroffen; aber insgesamt liest die von ihm geschaffene Aufschrift sich nicht wie "Borjom", sondern wie "Worum".

Hätte er ბორჯომ, oder, noch besser, ბორჯომი geschrieben, so wäre es richtig.

Da aber auf solch lustige Weise beim Etikett geschludert wurde, muß man vermuten, daß man es auch mit dem Inhalt nicht so genau nahm.

 

1 Kommentar:

Frank Rawel hat gesagt…

Mag das Wasser auch nur mit wenig Kohlensäure.